Wirecard (1) – Die virtuelle Mastercard

Samstag, 15 September, 2007 22:29
Abgelegt in der Kategorie Wirecard

Wie so viele, bin auch ich indessen ein recht regelmäßiger Onlineshopper geworden. Es ist praktisch, es ist bequem und mitunter auch noch günstiger als im Einkaufscenter um die Ecke. Ob Auktionsersteigerungen oder DVDs, man bekommt indessen wirklich fast alles online geboten. Auch für die Bezahlung gibt es reichlich Auswahlmöglichkeiten: per Nachnahme (zu teuer, Überweisung (dauert zu lange), mit Bezahlsystemen (hat nicht jeder und die Gebühren sind teilweise auch nicht zu unterschätzen) oder eben mit Kreditkarte.

wirecard1.jpeg

Viele scheuen den Kauf mit Kreditkarten jedoch. Nicht jeder hat unbedingt eine und wenn doch, dann ist es schon immer ein kleines Wagnis seine Daten preis zu geben. dagegen setzt nun die Wirecard, eine virtuelle Kreditkarte auf Guthabenbasis. Der Vorteil liegt theoretisch klar auf der Hand: Sie kann nicht überzogen werden, weder von einem selbst, noch von anderen. Trotzdem verfügt man über alle Möglichkeiten einer Mastercard.

trnd, als indessen bewährter Testpartner, und die Wirecard Bank haben zum Test eingeladen hier kommt der erste Testbericht:

Neben einem ausführlichen Test-Fahrplan gabs im Paket die Gutscheine für das Startguthaben, denn ohne dies würde ein Test recht wenig Sinn machen. 50 Euro stehen jedem Tester zur Verfügung, das ist vollkommen ausreichend für einen ersten Eindruck und dem Test aller Funktionen.
Zusätzlich dazu gibt es noch zwei weitere Gutscheine mit einem 10 Euro-Startguthaben. Diese dürfen Freunde, Bekannte etc. verschenkt werden. Einen davon habe ich direkt vergeben, den anderen werde ich für Interessenten im Blog bereitstellen.

wirecard2.jpeg

Bei der Wirecard hat der Nutzer eine virtuelle Kreditkarte vor sich, wobei der Begriff Kreditkarte in dem fall eher irreführend ist, denn da es sich um eine Karte auf Guthabenbasis handelt, ist ein Kredit im herkömmlichen Sinne, aber auch ein Überziehen der Karte nicht möglich. Dies bietet Vorteile für Jugendliche, welche sicherlich auch zu einer bevorzugten Zielgruppe gehören. Doch auch alle, welche aus Bonitätsgründen normalerweise keine Kreditkarte erhalten würden, könnten so in den Genuss dieser Zahlmöglichkeit kommen.

wirecard3.jpeg

In der Werbung heißt es, in 20 Sekunden man das virtuelle Konto eröffnet. Eine Minute als Zeitangabe wäre treffender gewesen, aber viel länger dauert es (Internetverbindung und Handy vorausgesetzt) wirklich nicht. Dabei wird fast schon selbstverständlich davon ausgegangen, dass jeder ein Handy besitzt, was wiederum für Jugendliche als bevorzugte Zielgruppe spricht.

Die Anmeldung erfolgt schnell und problemlos. Durch den beigefügten Gutschein hat der Tester sein Konto gleich aufgefüllt, sonst würde sicherlich noch die Zeit einer Überweisung vom normalen Konto hinzukommen. So aber kann das Shoppen praktisch sofort losgehen.

wirecard4.jpeg

wirecard5.jpeg

Die Kontenverwaltung ist sehr übersichtlich gehalten und so kann man schnell alle bereits getätigten Buchungen einsehen oder Geld auf seine Karte überweisen.

Wer eine physische Plastikkarte in der Geldbörse bevorzugt, kann sich auch eine solche ausstellen lassen. Die Gebühren dafür sind handelsüblich und eine Bezahlung im Geschäft oder eine Barauszahlung am Automaten ist möglich, kostet aber Gebühren.

Hauptsächlich ist die virtuelle Mastercard für ein Einkauf im Internet gedacht und in einem ersten Test bei Amazon funktionierte dabei auch alles einwandfrei. Als nächster Test kommt dann ein eher kleiner Onlineshop in den USA zum Test.

wirecard6.jpeg

Erstes Fazit:

Ein durchaus nützliches Zahlungsinstrument, welches als Ergänzung oder Alternative zu einer herkömmlichen Kreditkarte für die Bezahlung im Internet dienen kann. Durch die Auslegung als Guthabenkarte ist ein Missbrauch so gut wie ausgeschlossen, so dass der Sicherheitsaspekt als gut bis sehr gut brwertet werden kann.
Die Kontoeinrichtung und Kontoführung ist einfach und übersichtlich. Auch gibts Pluspunkte.
Für das Konto inklusive der virtuellen Mastercard fallen keinerlei Gebühren oder laufende Kosten an. Auch schneidet die karte im Vergleich mit ähnlichen Angeboten, z,B. der LBB, durchaus positiv ab.

Eine Rückbuchung nicht benötigter Gelder ist nicht möglich. Lediglich ein Transfer von einer Wirecard zu einer anderen Wirecard ist derzeit möglich. Aus unternehmerischen Gründen sicherlich sinnvoll, aber vielleicht nicht die kundenfreundlichste Variante.

Noch etwas fällt auf: In der Gebührenübersicht steht unter sonstigen Gebühren: Erreichen eines negativen Saldos (Im Betrugsfällen) 10 Euro Gebühren. Wie ist so etwas bei einer Karte, die auf Guthabenbasis funktioniert, überhaupt möglich?

Insgesamt endet der erste Test mit einem positiven Eindruck. Weitere Tests werden folgen.

Einen Kommentar hinterlassen oder einenTrackback von der eigenen Seite setzen.

8 Responses to “Wirecard (1) – Die virtuelle Mastercard”

  1. kostenlose-kreditkarten.net says:

    September 19th, 2007 at 21:17

    Ich finde diese virtuellen Kreditkarten besonders für Jugendliche interessant sowie Personen, die aufgrund mangelnder Bonität sonst keine “normale” Kreditkarte bekommen würden. Das im Gegensatz zu einigen anderen virtuellen Karten die Auszahlung eines Restguthabens aufs Girokonto nicht möglich ist, ist allerdings ein Nachteil. Die 10 Euro Gebühren, falls das Konto einen negativen Saldo aufweist, kann ich mir nur so erklären, dass ja zu jedem Umsatz zum einen Gebühren hinzukommen, und zum anderen ja auch die Jahresbeiträge direkt vom Kartenkonto abgebucht werden. Kartenbesitzer sollten also unbedingt darauf achten, dass ihr Konto immer einen positiven Saldo aufweist.

  2. kUNDE says:

    Februar 6th, 2008 at 12:40

    Aber Achtung, es mehren sich die Fälle, wo Anbieter diese Karte nicht akzeptieren.
    Obwohl Karte “aufgeladen” unds auch sonst in Ordnung ist…
    Offensichtlich ist doch eine Unterscheidung zwischen Prepaid und echter Kreditkarte möglich…

  3. kostenlose-kreditkarten.de says:

    Februar 21st, 2008 at 16:04

    Das mit der hin und wieder auftretenden mangelnden Akzeptanz sollte sich eigentlich nach und nach geben, denn zum einen gibt es immer mehr Anbieter, die virtuelle Kreditkarten im Sortiment haben, und zum anderen ist das Zahlungsausfallrisiko ja praktisch bei Null, da nur über den Guthabenbereich des Kartenkontos verfügt werden kann, was bei Prüfung der Kreditkartendaten ja sofort abgeglichen wird.

  4. Peter Z. says:

    Mai 26th, 2008 at 22:08

    Hier ist in einem Artikel über virtuelle Kreditkarten die Rede von einem Paypal Angebot. Weiß zufällig wer, wann die in Deutschland zu haben ist?

  5. Hanis R. says:

    Oktober 8th, 2008 at 19:08

    Eine virtuelle Kreditkarte von Paypal wäre super! Ich verstehe nicht, warum sie das noch nicht in Europa eingeführt haben, sondern nur den amerikanischen Benutzern vorbehalten.

  6. schufa says:

    Dezember 24th, 2009 at 16:47

    Interessant ist die virtuelle “Kreditkarate” noch aus einem anderen Grund: Die Prepaidkarte kann man fix bekommen. Wer für einen Einkauf im web dringend eine Kreditkarte benötigt, kann eine echte Kreditkarte zunächst vergessen. Es dauert in der REgel mehrere Wochen, bis die Karte von der Bank zu Haue eintrifft.
    Die Wirecardbank ist da eine Größenordnung schneller……

  7. FlorianH says:

    August 11th, 2010 at 11:25

    Danke für den interessanten Artikel. Da ich oft im Internet einkaufe und immer ein etwas komisches Gefühl habe, wenn ich meine normale Kreditkarte benutze, werde ich mir wohl so eine virtuelle Kreditkarte speziell fürs Internet besorgen.

  8. FlorianH says:

    August 13th, 2010 at 17:48

    Ich finde die Idee der virtuellen Kreditkarte aus Sicherheitsgründen speziell beim Online-Kauf sehr gut. Auch im Betrugsfall verliert man maximal das eingezahlte Guthaben. Nachteil: Das Aufladen der virtuellen Kreditkarte ist nicht gerade günstig.

Kommentar hinterlassen?