Dropbox – die Festplatte im Internet

Dienstag, 7 Oktober, 2008 9:57
Abgelegt in der Kategorie web2.0

Daten jederzeit verfügbar, von jedem Ort der Welt abrufbar, außerhalb des eigenes Rechners – all das ist längst kein Novum mehr. das Thema Filehosting ist bekannt, es gibt verschiedene Anbieter, doch so richtig durchgesetzt hat es sich bislang nicht.

Das lag sicherlich auch an der teilweise komplizierten Art der Nutzung, an der Frage der Sicherheit der Dateien und auch an der Schnelligkeit der Übertragung.

Nicht wenig, die solche Service ausprobiert haben, sind letztlich wieder davon abgegangen. Zuviel Einschränkungen, zuviel Probleme und zuviel Fragen blieben da offen.
Mit Dropbox geht nun ein neuer Service dazu an den Start, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, alles ein wenig anders und besser zu machen.

Noch befindet sich das System in der geschlossenen Beta-Phase. (Wer mag, kann sich gern melden, einige Einladungen dazu habe ich noch übrig, bitte E-Mailadresse dazu mir senden).

Doch was unterscheidet Dropbox von anderen? Wieso glaubt man hier den Schlüssel zum Erfolg gefunden zu haben?
Derzeit erhalten Beta-Tester einen Zugang zu 2 Gigabyte freien Speicherplatz. Dieser wird, durch die einmalige Installation eines kleines Tools erreichbar. Ab sofort erscheint die Dropbox dann im Windows-Explorer (bzw. alternativ auch für Mac) als eigener Ordner. In diesen Ordnen können beliebige Unterordner angelegt werden. Daten werden dann per Drag & Drop einfach dort hineingelegt oder wieder entfernt.

Von jedem Rechner, welcher mit diesem Account verlinkt wurde, kann auf die Daten zugegriffen werden. Dies bedeutet eine Form der Netzwerkarbeit im Internet. Gleichzeitig gibt es auch sogenannte Public-Ordner, in denen die Daten für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Das Ganze funktioniert fast im Hintergrund, die Synchronisation der Daten (bei einer durchschnittlichen DSL-Leitung) ist genügend schnell, die Zugriffszeiten sogar sehr gut. Durch das Prinzip der Integrierung in das Betriebssystem (Eine Deinstallation ist natürlich jederzeit wieder möglich), wird das Arbeiten zu bequem und man vergisst recht bald, dass es sich ja eigentlich um einen Webspace dabei handelt. Für Projektarbeiten oder Vereine bietet sich eine solche Lösung geradezu an.

Die Frage des Datenvolumens für den Traffic muss individuell überprüft werden und hängt natürlich auch von der Art des Zugangs im Internet ab. Für größere Datenmengen gibt es eine Bezahlvariante, dann bis 50 Gigabyte.

Fazit: Sicherlich, wie bei allen Betaphasen, gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten. Die Stabilität ist schon jetzt ausgezeichnet. Ob sich die Größe der einzelnen Dropboxen noch erhöhen wird, steht derzeit noch nicht fest. Insgesamt ein durchaus interessantes Tool, welches ich nun seit mehreren Wochen problemlos teste.

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