Testbericht Sony Walkman NWZ S638F

Mittwoch, 7 Januar, 2009 18:16
Abgelegt in der Kategorie Hardware

Seit kurz vor Weihnachten teste ich nun also den Sony Walkman NWZ S638F als Mp3-Player und nun wird es Zeit für ein Resümee .

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Über zwei Wochen Test liegen also nun hinter mir und ich kann wohl sagen, dass ich das kleine Leichtgewicht nicht geschont habe. Auf jedem kurzen Weg steckt er nun also in meiner Jackentasche und obwohl ohne Displayschutzfolie oder Zusatztasche genutzt, zeigt er bislang keinerlei Gebrauchsspuren. Das Displayglas ist recht kratzsicher und lässt sich leicht reinigen. Zielsicher ist nach kurzer Eingewöhnung auch die Benutzung in der Tasche.

Mit nur 45 Gramm ist der Sony NWZ-S638F einer der leichtesten MP3-Play

er die ich bisher benutzen dürfte. Mein Handy scheint dagegen ein Schwergewicht. Mit ganze 7,5 mm Tiefe ist der Player sehr flach und liegt angenehm in der Hand.

Die Verarbeitung des NZW-S638F ist sehr gut, das Gehäuse wirkt sehr edel und hochwertig. Auch die Haptik der Tasten konnte mich positiv überzeugen. Ein nettes Feature: Beim Ausschalten geht der Player in einen Standby-Modus, ähnlich wie der iPod, so ist das Gerät auf Knopfdruck wieder fast sofort aktiv.

Die Akkuladezeit ist verhältnismäßig gering. Sony gibt selbst eine Akkuspielzeit von 40 Stunden an. Im Test der ComputerBild brauchte er es sogar auf über 51 Stunden. Nicht schlecht für ein solch flaches Gerät.

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Das Laden des Akkus erfolgt über das beigefügte USB-Datenkabel direkt am Computer. Indessen gibt es aber auch schon sogenannte USB-Ladestationen, die vereinzelte Player unterstützen, so dass der Computer nicht unbedingt an sein muss.

Die Datenübertragung erfolgt ebenfalls über dieses Kabel, welches eine Sony-eigene Schnittstelle hat. Das ist ein Minuspunkt, denn es bedeutet, dass man bei Beschädigung oder Verlust des Kabels dieses einzeln bei Sony nachkaufen muss. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass man mal nicht eben beim besten Freund dessen neuen Lieblingssong sich auf den Player ziehen kann, so man kein Kabel dabei hat.

Stiftung Warentest und Computerbild stufen ihn als gut ein. bei der Computerbild heißt es dazu sogar: “Bester Klang aller Geräte im Hörtest”.
Noch etwas positiver äußerte sich die Chip online dazu. Bei der Klangqualität konnten dort gute bis sehr gute Werte für den Klirrfaktor (0,049 Prozent) und den Signalrauschabstand (89,50 dB) gemessen werden. Vergleichbare Geräte, etwa der neue Apple Ipod Nano, kommen kaum auf die Einzelwerte.

Für mich war es vor allem ein klangliches Erlebnis. Hatte ich bisher mit meinem Creativ-Player doch eher ein mittelprächtigen Hörgenuss, stellten sich nun einzelne Titel in völlig neuer Form vor.

Die beigelegten Kopfhörer (In-ears) sind als gut zu bewerten, sicherlich gibt es da noch Steigerungspotential.

Clear Stereo, Clear Bass und die digitale Klangoptimierung der Digital Sound Enhancement Engine (DSEE) liefern einen Sound, der sehr nah am Original bleibt. Hervorragend auch die Videowiedergabe: das zwei Zoll große QVGA-Display spielt Videos mit 30 Bildern pro Sekunde ab, wobei sich die MPEG4- oder AVC-Dateien entweder im Hoch- oder im Querformat darstellen lassen. Nicht jedes Video im gewünschten Format lässt sich jedoch so einfach überspielen. Die beiliegende Software streikt da mitunter, während der Windows Mediaplayer anstandslos konvertiert und synchronisiert. Für kurze Videopodcasts sicherlich sehr geeignet, Filme möchte ich mir darauf aber nicht ansehen müssen, das geht dann doch auf die Augen.

Unterstützt werden außerdem JPEG-Bilder und Musikdateien der Formate MP3, AAC und WMA. Die Inhalte lassen sich über den Windows Media Player oder iTunes sehr einfach vom Computer auf das Gerät übertragen, wobei der acht Gigabyte große Flash-Speicher dieses Modells Platz für bis zu 2000 Titel (128 kb/s mp3) bzw. 30 Stunden Videowiedergabe (384kb/s) bietet.

Sony hat außerdem ein UKW-Radio mit 30 Senderspeichern integriert. Der Empfang und die Sendeeinstellungen sind gut, lediglich die Vergabe von namen für einzelne Sender hätte ich mir gewünscht.

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Beim Verbinden des Walkmans mit dem Computer startet automatisch ein kleines Fenster als Content Transfer. Hier kann man einfach von ITunes oder dem Windows Explorer Songs, Bilder, Videos und Podcasts raufziehen und diese werden dann automatisch überspielt und eingeordnet.

Auch mit dem von mir sehr gern genutzten Mediamonkey kann man den Mp3-Player sehr gut mit allem versorgen. Auch hier sind Abos der Podcasts (allerdings nur Audiopodcasts) möglich.

Wer es etwas ausführlicher mag, kann die beigefügte Software des Media Managers for Walkman nutzen. Mit dieser lassen sich nicht nur bequem alle Songs und Daten überspielen und löschen, sondern auch Podcasts per RSS-Feed abonnieren und dann automatisch auf den Walkman übertragen. Das ist für mich ein der großen Stärken dieses Komplettpaketes. dabei kann man dann auch genau angeben, wie viel Episoden jeweils auf dem Mp3 Player und auch auf dem Rechner verbleiben sollen.

Bei Videopodcast´s wird natürlich ein RSS-Feed mit downloadbarem Content vorausgesetzt. Das geht natürlich hervorragend über Itunes. Allgemeine Videoportale hinken da noch beachtlich hinterher.

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Zu allerletzt sei noch die “SensMe” Funktion erwähnt. So kann man können die Musik am Computer bestimmte Stimmungen zuordnen oder mit einem Analyseverfahren zuordnen lassen und dann vom Player eine der eigenen Stimmungslagen entsprechende Playlist wiedergeben lassen. So gibt es Playlisten für alle Tageszeiten, ruhige, energische, instrumentale, Vocale… Eine ziemlich geniale Sache, welches in abgewandelter vereinfachter Form schon auf den Sony Ericsson Handys gibt.

Mein Fazit:
Mehr Mp3-Player im herkömmlichen Sinne geht fast nicht. Im Vergleich zu anderen Mp3-Playern der Preisklasse und Ausstattung schneidet der Sony Walkman NWZ S638F sehr gut ab. Handhabung , Verarbeitung und Klang lassen keine Wünsche offen. Lediglich die Bindung an das Sony-Kabel und die manchmal schwierige Videoübertragung gehen als Minuspunkte ein. Für mich eine eindeutig positive Empfehlung!

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4 Responses to “Testbericht Sony Walkman NWZ S638F”

  1. faulit says:

    Januar 25th, 2009 at 19:49

    Clear Stereo, Clear Bass und die digitale Klangoptimierung der Digital Sound Enhancement Engine (DSEE) liefern einen Sound, der sehr nah am Original bleibt.

    Was genau ist mit “Original” gemeint? Und wie liegt der Player preislich?

  2. Uwe Werner says:

    Januar 25th, 2009 at 20:13

    Der Preis liegt zwischen 115 und 134 Euro, ab und zu gibts auch schon Angebote knapp unter 100 Euro.

    Der Soundvergleich wurde zwischen CD-Klang und der MP3-Wiedergabe auf dem Player durchgeführt, wobei da natürlich auch die Kompressionsrate jeweils eine Rolle spielt.

  3. Ralf says:

    Februar 4th, 2009 at 23:36

    Hallo, wie ist das mit bestehenden wiedergabelisten aus i-tunes? Können diese komplett auf den Sony übertragen werden? Danke für eine Info

  4. Micha says:

    Februar 5th, 2009 at 06:54

    Hallo, wir haben den Player seit gestern. Problem: alle bei Napster legal downgeloadeten Songs werden vom Gerät zwar erkannt, aber mit Hinweis auf fehlende Lizenzen nicht abgespielt. Bei manchen wird auch das Format nicht erkannt. Machen wir was falsch beim Überspielen? MP3 Songs laufen einwandfrei.

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